AVIA W&S Motorsport erneut auf dem NLS-Podium und in den Top 20
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AVIA W&S Motorsport erneut auf dem NLS-Podium und in den Top 20

Ofterdingen/Nürburg: Zur 53. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy ging es für W&S Motorsport mit vier Porsche an den Nürburgring. Das Fahrertrio Daniel Blickle, Tim Scheerbarth und Ralf Schall beendete das Rennen nach vier Stunden auf dem dritten Platz der Cup 2 und auf Rang 18 im gesamten Feld. Die beiden Porsche 718 Cayman GT4 CS im AVIA racing- und Vöhringer-Design sahen auf den Plätzen sieben und zehn in der Cup 3 die Zielflagge. Der seriennahe Cayman in der Klasse V5 ging von einem vielversprechenden zweiten Startplatz aus ins Rennen, verunfallte jedoch in der ersten Rennstunde.

Nach der wetterbedingten Absage des zweiten Laufs der Nürburgring Langstrecken-Serie konnte W&S Motorsport am Freitag vor dem Rennen weitere wichtige Testrunden auf der Nordschleife fahren und Daten sammeln. Die Erkenntnisse zahlten sich aus und der AVIA racing Porsche 911 GT3 Cup 992 #120 mit Daniel Blickle, Tim Scheerbarth und Ralf Schall am Steuer qualifizierte sich für die zweite Startreihe in der hart umkämpften Klasse Cup 2 der Porsche Endurance Trophy Nürburgring (PETN). Der AVIA racing Porsche 718 Cayman GT4 CS #960, pilotiert von Marius Rauer, Daniel Bohr und Sebastian Vittel, nahmen das Rennen von der sechsten Position in der Cup 3 auf. Dahinter ging es von Platz zwölf für den Vöhringer Porsche 718 Cayman GT4 CS #961 ins vierstündige Langstreckenrennen. Die Arbeit am Volant teilten sich Jürgen Vöhringer, René Höber und Sébastien Carcone.

Startfahrer Tim Scheerbarth brannte in den ersten Runden ein wahres Feuerwerk ab, setzte sich schon in der ersten Kurve an die Spitze der Klasse und hielt einige der SP9 GT3-Boliden hinter sich. Zahlreiche Vorfälle auf der fast 25 Kilometer langen Strecke bremsten ihn dann ein. Auch seinen beiden Cockpitkollegen Schall und Blickle wurden zahlreiche Code 60-Phasen zum Hindernis. Zusätzlich musste eine 60 Sekunden Zeitstrafe aufgrund zu hoher Geschwindigkeit vor der Boxenausfahrt absolviert werden, die aber keinen Einfluss auf das Gesamtergebnis hatte. Schlussendlich überquerte der Porsche 911 GT3 Cup #120 die Ziellinie auf dem dritten Platz und die Piloten sicherten sich wichtige Punkte in der PETN.

Die Cup 3-Kategorie der PETN war mit 16 Teilnehmern die stärkste Klasse an diesem Wochenende und mit entsprechend harten Bandagen wurde auf der Strecke gekämpft. Das Fahrertrio des AVIA racing Cayman GT4 #960 konnte sich im Feld gut behaupten und mit dem siebten Rang das Rennen solide abschließen. Eine optimale Teamtaktik sowie gute fahrerische Leistungen der drei Piloten des Vöhringer Cayman GT4 #961 wurde schlussendlich mit dem zehnten Platz belohnt.

Zufrieden bilanziert Teamchef Patrick Wagner das Wochenende: „Es war wieder ein typisches Rennen vor dem 24-Stunden-Klassiker. Zahlreiche übermotivierte Piloten sorgten für viele Unfälle und damit für einen nicht planbaren Rennverlauf. Somit dürfen wir mit dem dritten Platz des GT3-Cup Porsche sehr zufrieden sein. Auch die beiden GT4-Cayman waren solide unterwegs und alle drei Autos kamen ohne einen Kratzer ins Ziel. Leider trübte der Unfall des V5 Cayman das Ergebnis nach einem vielversprechenden Startplatz. Beim nächsten Rennen greifen wir wieder an, um noch weiter nach vorne zu kommen.“

Tim Scheerbarth sagt: „Das Qualifying war schwierig. Es gab viel Verkehr und viele Unfälle. Wir hatten keine freie Runde, also war der dritte Startplatz das Maximum. Beim Start hatte ich genau das richtige Näschen und konnte mich innen in der ersten Kurve an die Spitze vorbremsen. Im weiteren Rennverlauf war es dann schwer aufgrund der vielen Doppelgelb- und Code 60-Phasen in den Rhythmus zu kommen. Das Auto lief sehr gut und wir haben wieder viele Punkte für die Trophy-Wertung gesammelt. Es freut mich sehr, das Rennen erneut in den Top 20 zu beenden. es zeigt, wie schnell wir sein können. Beim nächsten Lauf in acht Wochen klettern wir hoffentlich noch weiter nach oben auf dem Siegertreppchen.“

Ebenfalls zufrieden, jedoch ein wenig selbstkritisch, blickt Ralf Schall auf den Rennverlauf zurück: „Erneut als Dritter im Ziel und auf Gesamtrang 18 zu sein ist ein gutes Ergebnis und freut mich für das Team. Der Porsche blieb ohne Macken, was nach einem solchen Rennen schon ein Erfolg ist. Ich habe vermutlich zu früh vor dem Boxenausgang aufs Gas gedrückt. Das ist mir zum ersten Mal in all den Jahren passiert und ich möchte mich für den Fehler bei der Mannschaft entschuldigen. Das sollte nicht vorkommen und glücklicherweise beeinflusste es die Platzierung am Ende nicht. Es hat mir wieder viel Spaß bei W&S Motorsport gemacht - eine großartige Truppe, danke für alles!“

„Über das gesamte Wochenende war es turbulent auf der Strecke. Schon wenige Kurven nach dem Start gab es den ersten Unfall, was sich über den gesamten Verlauf fortsetzte. Mit Platz sieben bin ich persönlich nicht ganz zufrieden und wir müssen beim nächsten Rennen noch etwas aufstocken. Aber bei dem vollen Feld und so manchem übermütigen Mitstreiter geht das Ergebnis letztendlich doch in Ordnung“, resümiert der Luxemburger Daniel Bohr.

Bevor es vom 25. bis 29. Mai mit dem 50. ADAC TotalEnergies 24h-Rennen zum Saisonhöhepunkt geht, steht für W&S Motorsport vom 6. bis 8. Mai die Generalprobe beim ADAC 24h Nürburgring Qualifikationsrennen auf dem Programm. Der nächste Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie wird in acht Wochen am 25. Juni ausgetragen.

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